NPD im Kreistag Nordsachsen stellt zwei Anträge zur nächsten Sitzung

Antrag 1: Bei der Neugestaltung des Busbahnhofes in Oschatz wird eine öffentliche Toilette eingeplant

Antrag 2: Der Landkreis Nordsachsen wird zur Gentechnikfreien Region erklärt

Während es im ersten Antrag darum geht, dass bei der Neugestaltung des Busbahnhofes in Oschatz eine öffentliche Toilette eingeplant wird, geht es im zweiten Antrag darum, dass der Landkreis Nordsachsen zur Gentechnikfreien Region erklärt wird.

In der Begründung dazu heißt es:

Die selbst organisierte und freiwillige Ausweisung Gentechnikfreier Regionen(GFR) durch Landwirte und Bürger ist derzeit das wirksamste und gleichfalls einfachste Mittel, um im Sinne der Koexistenz eine gentechnikfreie Erzeugung sicher zu stellen. Darüber hinaus können die GFR einen entscheidenden Beitrag zum Schutz ökologisch sensibler Gebiete leisten. Mit anderen Worten, GFR leisten einen wichtigen Beitrag für eine innovative, zukunfts- und wettbewerbsfähige sowie eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume.

Angesichts der Tatsache, dass zum wiederholtem mal von Landwirten Nordsachsens Flächen für den Anbau von genmanipuliertem Saatgut angemeldet wurden, und dies in einer Größenordnung von ca. 73 Fußballfeldern, muss an dieser Stelle noch einmal explizit auf die Risiken, die mit der Gentechnik in der Landwirtschaft verbunden sind, hingewiesen werden.

Die Gentechnik-Industrie und einschlägige Politiker nebst ihrer Lobbyisten werden nicht müde, die Vorteile der Agro-Gentechnik  immer wieder aufs Neue anzupreisen. Steigerung der Erträge, weniger Chemie auf den Äckern, Bekämpfung des Hungers in der Dritten Welt, Schaffung von Arbeitsplätzen und, und, und. Doch all diese vollmundigen Versprechen haben sich bis heute nicht erfüllt, was auch nicht anders zu erwarten war. Eher scheinen sich diese Versprechen ins Gegenteil zu verkehren. In Wahrheit geht es den Akteuren nur um eins und dieses Zauberwort heißt Gewinnmaximierung.

Nach Aussagen des brasilianischen Wissenschaftlers Prof. Dr. Andrioli ist der Verbrauch an Pflanzenschutzmitteln in der Agro-Gentechnik  drastisch gestiegen. Das betrifft vor allem den Anbau von Maiskulturen und Gensoja.

Ebenso hat sich das viel beschworene Arbeitsplatzpotential in der Agro-Gentechnik nach Aussagen des Professors immer mehr als ein Flop erwiesen. „ Wenn man es richtig betrachtet, so ist die Gentechnik in der Landwirtschaft nichts anderes als eine Rationalisierungstechnologie, die Arbeitsplätze vernichtet.“ Wie bereits erwähnt, stehen den vermeintlichen Chancen der Agro-Gentechnik  weit größere Risiken gegenüber.

Ich möchte mich hier an dieser Stelle weniger über die Risiken für Tiere und Umwelt einlassen, vielmehr möchte ich auf die exorbitanten gesundheitlichen Risiken für den Menschen aufmerksam machen. Zahlreiche Studien an Tieren deuten auf ernsthafte Gesundheitsrisiken beim Verzehr gentechnisch veränderter Lebensmittel hin. Dazu zählen Unfruchtbarkeit, Entgleisung des Immunsystems, beschleunigte Alterung, gentechnisches Entgleisen im Zusammenhang mit der Cholesterinsynthese, der Insulinsteuerung, der Zellkommunikation und der Bildung von Eiweiß, sowie Veränderung in der Leber, den Nieren, der Milz und dem Magen- und Darmtraktsystem.

Genau gesagt heißt das, es hat sich ein präziser Zusammenhang zwischen GVO – Nahrungsmitteln und bestimmten Krankheitsverläufen herausgestellt. Studien zeigen heute, dass mehr als nur ein zufälliger Zusammenhang zwischen  gentechnisch veränderten Lebensmitteln und einer negativen Auswirkung auf die Gesundheit der Menschen bestehe. Und angesichts der sich häufenden Daten sei es, so die Schlussfolgerung der Mediziner, biologisch plausibel, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel gravierende Gesundheitsschäden am Menschen verursachen.

Auch die Behauptung, mit der Gentechnik höhere Erträge zu erzielen, wurde durch wissenschaftliche Studien widerlegt. Dazu heißt es: „ Mit erheblichem Aufwand wurden in den vergangenen Jahren in vielen tausend Feldversuchen nach Genen geforscht, die zu einer betriebswirtschaftlich realen Ertragsteigerung führten. Böden mussten zusätzlich gedüngt und Pestizide und Insektizide eingesetzt werden. Dabei kam bei keinem dieser Feldversuche es zu einer Ertragssteigerung bei den wichtigsten kommerziellen Nahrungs- oder Futterpflanzen.“

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