Mit 67 Jahren hört das Leben auf? Altersarmut – nicht mit uns!

Die Deutschen sollen immer länger arbeiten, um am Ende immer weniger Rente zu erhalten. Die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre kam bereits einer dramatischen Rentenkürzung gleich, da Millionen Ältere bereits nach dem 55. Lebensjahr kaum noch ein Beschäftigungsverhältnis finden, das nicht im Niedriglohnsektor liegt. Viele wechseln von längerer Arbeitslosigkeit direkt in die Rente.

Einer Studie des Bundesarbeitsministeriums aus dem Jahr 2012 zufolge droht all jenen Altersarmut, die weniger als 2.500 Euro brutto verdienen. Das ist ein erheblicher Teil unseres Volkes! Sie alle werden ab dem Tag ihres Renteneintritts auf Grundsicherung im Alter angewiesen sein. Millionen Deutsche steuern somit auf Altersarmut zu.

Seit Jahren wird uns von der Politik erzählt, daß man private Altersvorsorge betreiben solle. Doch hat man den Verbrauchern nicht erzählt, daß die meisten privaten Lebens- und Rentenversicherungen nach dem Prinzip funktionieren, mehr einzuzahlen als am Ende ausgezahlt zu bekommen. Die Sparsamen sind am Ende offenbar die Dummen!

Dem aktuellen „Altersvorsorge-Report: Deutschland 2014“ der Sparda-Bank und des Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin wissen zwar 80 Prozent der Bürger, daß private Altersvorsorge als Kompensation für karge Renten notwendig ist, 75 Prozent geben aber an, sich diese private Vorsorge überhaupt nicht leisten zu können. Bei Arbeitern sind es gar 81 Prozent, die nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, privat vorzusorgen.
Zur somit wachsenden Schere zwischen Arm und Reich sagte der Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank Hamburg Heinz Wings: „Das soziale Ungleichgewicht wird sich im Alter weiter verschärfen. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung wird im Alter gut leben können, wohingegen ein wesentlich größerer Teil mit Einschränkungen oder gar Altersarmut zu kämpfen haben wird.“

Die NPD hält diese dramatische Entwicklung für hausgemacht und fordert die Einführung einer armutsverhindernden Mindestrente. Diese Mindestrente wäre finanzierbar, wenn alle Deutschen – auch Politiker, Beamte, Freiberufler und Selbständige – in die gemeinsame Kasse einzahlen würden und durch die Ausgliederung dauerarbeitsloser Ausländer aus dem deutschen Sozialsystem die Kosten gesenkt werden könnten.

Auf Dauer wird das deutsche Renten- und Sozialsystem allerdings nur auf eine stabile Grundlage gestellt werden können, wenn Familien wieder stärker gefördert werden und somit die demographische Katastrophe gestoppt wird.

Ronny Zasowk

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